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Antworten auf Fragen, die wohl jeder Mundharmonika-Anfänger hat:

 

Fängt man am besten mit einer diatonischen oder einer chromatischen Mundharmonika an?

Was das überhaupt ist, haben wir hier erklärt.

Und im allgemeinen macht man am Anfang mit einer diatonischen Mundharmonika nichts falsch. Diese ist erstmal einfacher zu spielen, da man sich komplett auf das Treffen der Einzeltöne konzentrieren kann. (Das ist nämlich für den Einstieg erstmal die größte Herausforderung. Einzelne Töne spielen.) Und da eine diatonische Mundharmonika nur Töne einer bestimmten Tonart enthält, spielt man auch nicht so viele falsche Töne, wenn man übenderweise einfach etwas improvisiert. Klingt banal, ist aber so

Welche Tonart sollte die Mundharmonika für den Einstieg haben?

Entscheidet man sich sinnvollerweise für eine diatonische  Mundharmonika wie die Hohner SP20 Harp, die eben jeweils eine bestimmte Tonart haben, folgt die nächste Frage: Welche Tonart ist denn die richtige für den Einstieg?

  • Lehrbücher beziehen sich meistens auf eine Mundharmonika in C-Dur.
  • Möchte man am liebsten Blues spielen, und kennt vielleicht einen Gitarristen, der einen begleitet, ist eine D-Dur Harp zu empfehlen. Hintergrund: Um den typischen Blues-Sound zu erreichen, spielt man die Mundharmonika als sogenannte “Cross Harp”. Man spielt nicht in der gleichen Tonart, wie der Gitarrist, sondern versetzt. Gitarristen spielen Blues am liebsten in A. Und die Cross-Harp für einen Blues in A ist eine D Dur Mundharmonika.

Insofern sollte man sich überlegen, ob man eher alleine zum Lehrbuch spielen möchte, und eventuell auch mehr Schlager und Volksmusik Melodien spielen möchte. Dann kauft man sich eine Mundharmonika in C-Dur.

Will man direkt raus ans Lagerfeuer, und mit einem Gitarristen spielen und lernen, kauft man sich die Mundharmonika in D-Dur.

Und ist man sich nicht sicher, oder möchte beides – kauft man sich einfach 2 Mundharmonikas. Da die Hoher SP20 gerade mal ca. 30 € kostet, ist das sicherlich zu verschmerzen

Mein Bekannter spielt die Blues-Harp – ist die nicht besser für Blues?

Bei der Blues-Harp handelt es sich ganz einfach um eine Modellbezeichnung von Hohner. Und die Blues-Harp eignet sich auch gut für diese Musik – es handelt sich ebenso um eine Diatonische Mundharmonika in Richter-Stimmung, wie bei der Special 20. Diese hat aber den Vorteil, dass der Kanzellenkörper nicht aus Holz ist, sondern aus Kunststoff. Das sorgt dafür, dass er sich nicht je durch Feuchtigkeit ausdehnt und bei Trockenheit zusammenzieht – was dafür sorgen kann, dass das Holz leicht übersteht, und unangenehm an den Lippen ist. Es gibt Profis, die aus klanglichen Gründen die eine oder die andere Version bevorzugen. Dies sind aber Feinheiten, die man als Mundharmonika Anfänger gar nicht wahrnimmt. Insofern ist man als Anfänger gut beraten, ein Instrument zu wählen, das sich rundum gut bespielen lässt – und deshalb empfehlen wir die Special 20 Mundharmonika. Die eignet sich ebenso gut für Blues, wie die Blues Harp. Und lernen kann man auf Ihr wunderbar.

Kann man Mundharmonika überhaupt aus Büchern lernen?

Ja, ein Buch ist gut geeignet, um daraus Harp zu lernen. Allerdings ist gerade als Anfänger das wichtigste, entsprechende Mundharmonika Musik zu hören, und selber am Instrument zu üben. Insofern sind immer Lehrbücher zu empfehlen, die eine CD oder DVD beinhalten. Gerade am Anfang ist das wichtig. Und man sollte einfach versuchen, möglichst viel zu spielen und das Gehörte nachzuahmen. Und für die nötigen Erklärungen sind Bücher eine prima Ergänzung.

Im Gegensatz zu Instrumenten wie Gitarre oder Klavier eignet sich die Mundharmonika sehr gut zum Selbststudium, da man sehr viel mehr durch herumprobieren erlernen muss. Man kann nun mal niemanden in den Mund schauen, um die richtige Zungenstellung beim Bending genau zu sehen. Da kann einem ein Lehrer nur bedingt helfen. Eine Erklärung oder Zeichnung aus einem Buch langt da, und dann muss man am Anfang halt probieren & üben  … und darf nicht die Geduld verlieren. Irgendwann klappt es garantiert … und dieses Erfolgserlebnis ist toll!

Sollte man eine Mundharmonika im Internet kaufen?

Da spricht nichts dagegen. Bei Instrumenten wie z.B. der Gitarre ist es sinnvoll, diese im Musikladen zu kaufen, da sich identische Modelle unterschiedlich anfühlen können, oft wegen der Maserung auch anders aussehen, etc. Aber wenn man bei einer Mundharmonika das Modell kennt, würde man auch im Musikladen nicht 5 Instrumente dieses Modells ausprobieren. Wenn ich also weiß, dass ich eine Hohner Secial 20 in C-Dur möchte – dann kann ich sie auch einfach im Internet bestellen.

Muss man Noten können, um Mundharmonika zu lernen?

Nein, man muss zum Harp lernen keine Noten können. Sogar viele Lehrbücher verzichten darauf, bzw. verwenden alternative Darstellungsweisen, in denen das Ziehen und Blasen in die unterschiedlichen Kanäle dargestellt wird. Gerne stehen dann auch mal Noten daneben, aber darauf angewiesen ist man nie. Erst recht nicht, wenn man dann zu Blues Musik improvisiert oder einfach vor sich hin spielt. Notenkenntnisse sind keine Voraussetzung.